Biographie

Biografisches zu Martin Röhling

Nach meiner schulischen Ausbildung habe ich mich entschieden, Steinmetz zu werden und im August 1997 mit meiner Ausbildung begonnen. Die Berufsschule und die überbetriebliche Ausbildung für das Steinmetzhandwerk befinden sich in Mainz.

Nach meiner Lehrzeit konnte ich als Junggeselle in meinem Lehrbetrieb bei Firma Andreas Praetorius, Steinmetzmeister in Nidda weiterarbeiten.

Bereits im Frühjahr 2008 entschied ich mich, die Ausbildung zum Steinmetzmeister zu absolvieren. Zunächst habe ich Teil III (kaufmännischer Teil) und Teil IV (pädagogischer Teil) im Juli bei der Kreishandwerkerschaft Gießen besucht und danach die Prüfungen dazu in Wetzlar und Wiesbaden erfolgreich abgeschlossen. Die fachliche Ausbildung begann danach im September 2009 in der Städtischen Meisterschule in Aschaffenburg (Teil I Fachtheorie und Teil II Fachpraxis). Ende Juli 2010 bestand ich dann meine Meister-Prüfung in Aschaffenburg.
Als praktisches Meisterstück durfte ich einen Altar für die sogenannte Johanniterkirche in Nidda, Ortsteil Unter-Lais, schaffen.
Den Meisterbrief als Steinmetz- u. Steinbildhauermeister bekam ich im November 2010 in Schweinfurt überreicht.

Seit 2. Mai 2011 habe ich die Betriebstätte der Firma Praetorius übernommen. Alle Mitarbeiter wurden weiterbeschäftigt und erste Maßnahmen zu einer betrieblichen Umstrukturierung begonnen, so dass bei einer Einweihungsfeier mit einem Tag der offenen Tür im August der Öffentlichkeit gezeigt werden konnte, was sich inzwischen alles verändert hat. Zur Oberhessenmesse im Mai 2012 in Nidda konnte sich der Steinmetzbetrieb Röhling erstmals mit einer größeren Ausstellung präsentieren. Schon bei der 1000 -Jahrfeier in Schwickartshausen 2011 waren wir ebenso dabei wie am 3. Oktober 2012 zum autofreien Tag zwischen Nidda und Schotten.

Seit 1999 bin ich Mitglied im Verein Niddaer Heimatmuseum e.V., später auch im Förderverein Johanniterkirche Unter-Lais. Mehrfach konnte ich inzwischen mein berufliches Wirken mit Niddas Geschichte verbinden. So bei meinem Gesellenstück, das einem gotischen Fenster des Johanniterturms in Nidda nachempfunden ist. Das Werk wurde im November 2001 feierlich der Öffentlichkeit präsentiert und ist seitdem ein Teil der Johanniteranlage.

Weitere Projekte ehrenamtlicher Arbeit sind inzwischen in Gemeinschaft mit anderen Personen und Institutionen entstanden, z.B. die Aufstellung historischer Grabsteine am Niddaer Schloss (2004) mit dem Rotary-Club. Auch bei den Ausgrabungen im Johanniterpark konnte ich mitwirken. Nach der Bergung einer alten Grabplatte aus dem späten 12. Jh. durfte ich eine Replik davon anfertigen, die ebenfalls in der Johanniteranlage zu sehen ist. Ferner habe ich das Relief an der über 400 Jahre alten Brücke in der Mühlstraße restauriert.

Aktuell arbeite ich im Ausschuß „1200 Jahre Stadt Nidda“ mit. Seit 2013 bin ich im Vorstand des Gewerbevereins Nidda aktiv und seit Herbst 2016 2. Vorsitzender.

Eine Selbstverständlichkeit war der Eintritt, von Beginn an, in die Steinmetz Innung Oberhessen, die zur Landesinnung Hessen und schließlich diese widerum zur Bundesinnung gehört. Eine neue Herausfordeung ist die Aufnahme in die Meister-Prüfungskommision ab Februar 2017 der Steinmetzmeisterschule Aschaffenburg.

Martin Röhling